Gewicht, Grösse und Features: Hier erfährst du alles rund um den Rucksack für den Jakobsweg. 

Welche Features sollte der Rucksack für den Jakobsweg haben?

Unterteiltes Hauptfach mit einem kleineren Bodenfach. Dort kommen entweder der Schlafsack, Socken und Unterwäsche hinein oder die Flipflops und die Dreckwäsche.

Mehrere Aussenfächer Besonders praktisch finde ich zwei Fächer im Deckel. Somit kann man sein Equipment besser organisieren. In das Aussenfach des Decks kommen die Dinge, die man öfter braucht, beispielsweise Sonnencreme, feuchte Tücher etc.

Elastische Seitentaschen: Hier kommt die Trinkflasche und/oder die Flipflops rein.

Balgtaschen. Hier kann beispielsweise die dreckige Wäsche bis zur nächsten Wäsche unterkommen.

Elastisches Front-Fach: In dieses offene Aussenfach kann man schnell die Pullover oder die Jacke stopfen, wenn man sie nicht braucht.

Kompressionsriemen

Wanderstock-Halterung

Breite Hüftgurte mit kleinem Fach (Geld, Handy)

Luftdurchlässige/Luftige Rückenauflage: Es ist wichtig, dass zwischen Rucksack und Rücken die Luft zirkulieren kann. Hier schwitzt man sonst fürchterlich.

Regenhülle

Wie viele Liter sollte der Rucksack fassen?

Mein Rucksack hat ein Volumen von 36 Liter. Das reicht für den Sommer völlig aus (für den Winter darfs etwas mehr sein).

Ich benutze den Futura Pro 36 von Deuter, der alle oben beschriebene Features besitzt.

Wie schwer sollte der Rucksack für den Jakobsweg sein?

Die Daumenregel lautet: Das Gewicht des gefüllten Rucksacks sollte höchstens 10 Prozent des Körpergewichts betragen. Ich mit meinen etwa 85 Kilogramm versuche, den Rucksack immer unter 10 Kilogramm zu halten, idealerweise eher 8. Das gilt für den Sommer, denn im Winter ist das Gewicht mit den dickeren Kleidern etwas höher. 

Das Rucksackgewicht ist nebst guten Schuhen das wichtigste Kriterium für eine angenehme Pilgerwanderung: Jedes Kilo zu viel ist eine Mehrbelastung für Muskeln und Gelenke und führt zu schnellerer Ermüdung und Schmerzen. Mit zu viel Gewicht steigt das Risiko, Blasen zu bekommen.

Wichtig: Auch ein zu schwerer Rucksack fühlt sich beim Probetragen zuhause (meist) angenehm an. Das Gewicht macht sich erst nach ein paar Stunden, manchmal sogar erst nach Tagen bemerkbar.

Zu Tipps zum Gewicht sparen siehe meine Packliste für den Jakobsweg.

Bild: www.deuter.com

2 Comments

  1. Lieber Christian

    Danke für Deinen tollen Blog und sehr informative Seite, faszinierend Deine Wanderungen.

    Lieber Christian, nächsten Freitag den 9. Mai starte ich alleine von Irun nach Santiago. Gibt es genügend Brunnen/Wasser auf den Wegstrecken? Reicht eine 1,5 Liter Flasche mit Wasser? Würdest Du auf die Mitnahme eines Schlafsackes verzichten? Da ich schlank bin, sollte das Gewicht 6 kg möglichst nicht überschritten werden.

    Herzliche Grüsse und besten Dank für Deine Zeit und die damit verbundenen Bemühungen.

    Roger Stalder

    • Lieber Roger,
      Danke! 🙂

      Ja, eine 1,5 Liter Flasche reicht. In den Ortschaften gibt es eigentlich immer eine Möglichkeit, Wasser aufzufüllen, entweder an einem Brunnen oder in einer Bar. Genau, einen «richtigen» Schlafsack wirt du jetzt nicht brauchen. Ich empfehle da einen Bauwoll- oder Seiden-Inlet (Hüttenschlafsack). Der sollte reichen (oder du musst halt mal dein Fleece anziehen) und im Normalfall hat jede Herberge auch noch irgendwo eine Decke, nach der du fragen kannst, falls es doch mal frisch sein sollte. Ich bin den Camino del Norte schon gelufen, hatte aber noch keine Zeit, die Infos auf diese Seite zu stellen… Mein Tipp. Überlege dir, ob du ab Oviedo auf den Camino Primitivo abbiegst. Eine sehr schöne Strecke! Liebe Grüsse, Christian

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